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CFP Workshop Digitale Soziale Netze (auf Informatik 2010)

Call for Papers
3. Workshop Digitale Soziale Netze
http://www.digitale-soziale-netze.de

Deadline 24. 4. 2010

Ganztägiger Workshop an der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik (GI), 27. September – 2. Oktober 2010, Leipzig

Einordnung der Tagung: Nach den vielen spannenden Diskussionen am 1. Workshop (GI Jahrestagung 2008 in München) und am 2. Workshop (2009 in Lübeck) fand im Januar 2010 ein Perspectives Workshop auf Schloß Dagstuhl statt. Dieser Call bewirbt den 3. Workshop zum Thema „Digitale Soziale Netze“. Auf http://www.digitale-soziale-netze.de kann man einen Eindruck von den bisherigen Veranstaltungen gewinnen.

Allgemeine Thematik: Zwischenmenschliche Beziehungen und daraus entstehende soziale Netze sind eine wichtige Stütze gesellschaftlicher und technischer Entwicklungen. Die Konzepte des Web 2.0 bieten neue digitale Unterstützung zur Entwicklung partizipativer sozialer Netze. Social Software und Social Media ermöglichen als Kooperationssysteme neue Formen der Zusammenarbeit. Die ökonomische Entwicklung sozialer Portale macht den Bedarf deutlich, offenbart aber auch die Schwierigkeit einer ökonomischen Bewertung. Aus Sicht des Benutzers werden Fragen der Privatheit, des Datenschutzes und des Identitätsdiebstahls wichtig. Wer in mehreren Systemen angemeldet ist, wünscht sich Interoperabilität und Datenaustausch.

Neben rein technologischen Fragen werden auch Themen medialer Präsenz und soziologische Phänomene bedeutsam. Mit der flächendeckenden digitalen Verfügbarkeit menschlicher Kommunikationsakte auf Portalen entstehen neue Möglichkeiten der Analyse sozialer Netzwerke bis hin zur Vorhersage gesellschaftlicher Trends.

Spezifische Themenfelder: Der Workshop „Digitale Soziale Netze“ soll als ganztägige Veranstaltung diese Diskussion aus theoretischer und praktischer Perspektive beleuchten. Von Interesse sind dabei Beiträge zu den folgenden Themen:

  • Soziale Software und „social media“
  • Soziale Suchmaschinen und Aggregatoren
  • Analysemethoden digitaler sozialer Netze und sozialer Interaktion
  • Vertrauen, Reputation, authentische Inhalte und Sozialkontrolle in digitalen Netzen
  • Anwendungen, Services und APIs auf sozialen Portalen
  • Social Networking Services in den Wissenschaften
  • Trendanalysen und Trendprognosen auf sozialen Portalen
  • Spezielle Eigenschaften von Graphen bei sozialen Netzen
  • Regulierung und Freiheit in digitalen sozialen Netzen
  • Technische Modellierung sozialer Strukturen
  • Warenförmigkeit von Gemeinschaft und ihre Bewertung
  • Geschäftsmodelle und ökonomische Bewertung digitaler sozialer Netze
  • Rechtliche und soziologische Aspekte von Online Communities
  • Soziale Netzwerke im Kontext von Spielen und spielerischem Lernen
  • Privatheit, Datenschutz und Medienkompetenz bei sozialen Portalen
  • Interoperabilität, Datenaustausch und -synchronisation bei sozialen Portalen
  • Personalisierung und Anpassung an Nutzerpräferenzen
  • Nutzerverhalten in digitalen sozialen Netzen
  • Fallstudien, wenn sie besondere Alleinstellungsmerkmale aufweisen

Programmgestaltung: Die Beiträge sollen maximal 6 Seiten lang sein und in deutsch oder englisch bisher noch nicht veröffentlichte Forschungsergebnisse darstellen. Sie werden in einem gemeinsamen gedruckten Proceedings-Band der GI Jahrestagung sowie auf DVD / USB-Stick als Lecture Notes in Informatics (LNI) veröffentlicht. Die Möglichkeit zur Veröffentlichung einer Langversion auf DVD / USB-Stick besteht.
Erfahrungsberichte mit Neuigkeits- und Alleinstellungsmerkmalen sowie interdisziplinäre Beiträge sind willkommen. Ziel ist eine Mischung theoretischer und praktischer Arbeiten, denen jeweils ein Halbtag gewidmet werden soll.
Alle Beiträge werden in anonymisierter Form von drei Mitgliedern des Programmkomitees begutachtet. Einreichungen aus dem Programmkomitee sind zulässig. Die Beiträge müssen im LNI- Format erstellt werden, nähere Informationen dazu finden Sie unter http://www.gi- ev.de/service/publikationen/lni/
Auswahlkriterien sind insbesondere Originalität, Neuigkeit, Innovationsgehalt, Themenwahl und Präsentation der Ideen.

Das Programmkomitee beabsichtigt die Einwerbung von 1 bis 2 Keynotes ausgewiesener Spezialisten. Ebenso wird es dieses Jahr wieder den Future Network Best Paper Award geben, gestiftet von http://www.future-network.at/

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Strukturierung von Groupware und Social Software

Wenn über den Nutzen von Groupware und heute vor allem von Social Software gesprochen und geschrieben wird, dann werden immer Klassifizierungen gebraucht, welche die verfügbaren Tools bzw. die in den Tools verfügbaren Funktionalitäten etwas strukturieren und das Feld so übersichtlicher machen. In letzter Zeit sind mir viele dieser Strukturierungen begegnet – bzw. ich habe sie benutzt – Grund genug mal zusammenzufassen und gegenüberzustellen was es da so gibt und was ich als sinnvoll erachte.

Beginnen wir mit Groupware allgemein.

1) Groupware-Dreieck nach Art der Interaktion (nach Teufel 1995) – die drei Ks

  • Kommunikation
  • Koordination – Unterstützung der Auflösung von Abhängigkeiten (frei nach Malone 1988)
  • Kooperation – Gemeinsame Artefakte

2) In der Definition des Feldes Open Research haben wir die drei Dimensionen um eine weitere ergänzt:

  • Informationsdistribution
  • Kommunikation
  • Koordination
  • Zusammenarbeit

Grund für die Ergänzung war, dass mit den drei Ks meist direkte Interaktion gemeint ist – es fehlt also eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit / zum Austausch durch indirekte Interaktion – und dafür wurde dann “Informationsdistribution” eingeführt. Natürlich kann man das auch als Kommunikation oder gar als (sehr lose gekoppelte) Zusammenarbeit auf einem gemeinsamen Informationsraum sehen.

3) Social Software-Dreieck

  • Inhalte – auch Arbeit an gemeinsamen – aber eher jeder trägt unabhängig etwas zu Inhalten bei
  • Kommunikation
  • Identität

Hier vereinigen sich also Informationsdistribution, Koordination und Zusammenarbeit zu “Inhalten” und es wird die Identität (also die Selbstdarstellung) ergänzt – dem Fokus auf die Personen in erfolgreicher Zusammenarbeit folgend.

Während die drei Kategorisierungen helfen zu sehen, was möglich bzw. wichtig ist, helfen sie oft nicht besonders dabei konkrete Werkzeuge einzuordnen / auszuwählen. Das zeigt sich auch in der Darstellung: zumindest die dreier-Klassifizierungen werden meist als Dreieck mit jeweils einer Ausprägung pro Ecke dargestellt – Werkzeuge werden dann irgendwo im Dreieck platziert. Um eine konkretere Einordnung zu erlauben wurden verschiedene funktionale Klassifikationen für Groupware vorgestellt, z.B. von (Borghoff und Schlichter 2000). Ein Beispiel einer solchen Klassifikation ist die von (Gross und Koch 2008):

4) Funktionale Klassifikation für Groupware (Gross und Koch 2008):

  • Awarenessunterstützung
  • Kommunikationsunterstützung
  • Koordinationsunterstützung
  • Teamunterstützung – Fokus auf gemeinsame Informationsräume und Dokumente (Gruppeneditoren) (direkte Kommunikation)
  • Communityunterstützung – Fokus auf Finden von Personen und Information (indirekte Kommunikation)

5) Ich selber verwende in meiner CSCW-Vorlesung aktuell zusätzlich noch folgende Klassifizierung für den Bereich von Groupware bis hin zu Social Software

  • E-Mail + Gruppenkalender
  • Teamräume – Dokumente sind nur Black Box
  • Gemeinsame Informationsräume, Gruppeneditoren – Auch Delicious, YouTube, Wikipedia etc.
  • Kommunikationsorientierte gem. Informationsräume / Kommunikationsräume – Foren, Mailinglisten + Archiv, Blogs (Mehrzahl!)
  • Awarenessdienste / Social Networking Services – Fließender Übergang von kommunikationsorientierten gemeinsamen Informationsräumen (z.B. Microblogging)
  • Synchrone Kommunikationsdienste (Text/Audio/Videokonferenzen)
  • Meeting-Support / Group-Decission-Support (GDSS)
  • Koordinationsdienste – Gruppenkalender et al., Umlaufmappen, Workflow, …

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