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CSCW/HCI Dissertationspreis ausgeschrieben

Die Fachgruppe CSCW der Gesellschaft für Informatik und das Internationale Institut für Sozio-Informatik (IISI) schreiben für 2011 einen Dissertationspreis aus

für hervorragende Ergebnisse bei der Erforschung von Anwendungen der Informatik in sozialen Systemen

Anwendungen der Informatik durchdringen die Arbeits- und Lebenswelt in zunehmendem Maße. Daraus ergeben sich für die Informatik als Wissenschaftsdisziplin neue Herausforderungen sowohl hinsichtlich der Entwicklungs- und Evaluationsmethoden als auch der Gestaltung informationstechnischer Artefakte. Sie muss die Komplexität gesellschaftlicher Anwendungskontexte verstehen, um innovative IT Anwendungen geeignet gestalten zu können. Die Untersuchung von Aneignungsprozessen kann zu einer wichtigen Inspirationsquelle für iteratives Design werden.

Der Preis prämiert Dissertationen, die wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung innovativer technischer Artefakte im Wechselspiel mit den sie anwendenden sozialen Systemen bieten. Qualitätskriterien sind dabei sowohl die Güte des informatonstechnischen Designs als auch die empirische Absicherung der technischen Konzepte in Anforderungsanalyse und/oder Evaluation. Die (internationale) Publikation ausgewählter Ergebnisse der Dissertation ist ausdrücklich erwünscht.

Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird jedes zweite Jahr auf der Tagung ‚Mensch & Computer‘ vergeben – beginnend mit der M&C 2011. Die Einreichungstermin ist jeweils der 15. Juni vor der jeweiligen Tagung. Die Auswahlentscheidung wird von einer Jury getroffen, die vom Sprecher der Fachgruppe GI-CSCW und dem Vorsitzenden des IISI bestimmt und geleitet wird.

Nächste Einreichemöglichkeit also bis spätestens 15.6.2011.

Siehe auch http://www.fgcscw.de/fachgruppe/aktivitaten/dissertationspreis/

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Im Gabler-Verlag erschienen: Der Einsatz von Social Networking Services in Unternehmen

Social Networking Services (SNS) stellen eine neue Klasse von Anwendungssystemen dar, die sich im Zusammenhang mit den Entwicklungen rund um das Web 2.0 herausgebildet hat. In Social Networking Services wird den Benutzern erlaubt sich selbst darzustellen (über selbst gepflegte und automatisch ergänzte Profile), sich zu vernetzen, sowie andere zu finden und mit ihnen (direkt oder indirekt über Aktivitätsfeeds) zu kommunizieren und Daten auszutauschen. Der Einsatz von Social Networking Services in Unternehmen Diese im öffentlichen Internet mit Xing oder Facebook sehr prominenten Dienste finden inzwischen auch den Weg in den unternehmensinternen Einsatz. Ein Treiber dieser Entwicklung ist dabei die laufende Umorientierung des innerbetrieblichen Wissensmanagements von einer Inhaltszentrierung (Aufbau von Informationssilos) hin zu einer Personenzentrierung (Vernetzung der Mitarbeiter), sowie der Öffnung des innerbetrieblichen Wissens- und Innovationsmanagements für neue Mitwirkende (Open Innovation).

Für die Unterstützung der zielgerichteten Einführung und Nutzung von Social Networking Services in Unternehmen fehlen aber noch fundierte Erkenntnisse aus Theorie und Praxis an denen man sich orientieren könnte. Hierzu leistet Alexander Richter mit seiner Arbeit einen entscheidenden Beitrag. Als Ziel definiert er sich dazu die „Identifikation der spezifischen Herausforderungen der soziotechnischen Systemgestaltung bezüglich der erfolgreichen Adaption, Einführung und Nutzung von SNS in Unternehmen“.
Die wesentliche Leistung der vorliegenden Arbeit besteht in der Charakterisierung von Social Networking Services, die an sich schon einen deutlichen Fortschritt zum aktuellen Stand der Forschung darstellt, sowie in der methodischen Erarbeitung und Diskussion von Gestaltungsparametern für diese neue Klasse von Anwendungssystemen.
Durch das sich Stützen auf etablierte Modelle und Theorien und deren Überprüfung in der Praxis (über eine Umfrage und Fallstudien) liefert die Arbeit dabei sowohl einen deutlichen wissenschaftlichen Fortschritt als auch einen klaren und nützlichen Beitrag für die Praxis.
Für Praktiker sind insbesondere die Fallstudien und die strukturierten Gestaltungsempfehlungen interessant, für die wissenschaftliche Beschäftigung mit Social Networking Services vor allem die Charakterisierung des Feldes sowie die Zurückführung der beobachteten Phänomene auf etablierte Theorien aus dem Feld.

Die Arbeit ist im Galber-Verlag in der Herausgeberreihe von Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot, Prof. Dr. Prof. h.c. Dr. h.c. Ralf Reichwald, Prof. Dr. Egon Franck und Prof. Dr. Kathrin Möslein erschienen.

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