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Promotionsstelle/Post-Doc-Stelle Mensch-Computer-Interaktion ab September 2017

An der Professur für Mensch-Computer-Interaktion in der Fakultät für Informatik der Universität der Bundeswehr München (Prof. Dr. Michael Koch) sind ab September 2017 zwei Stellen als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in mit Möglichkeit zur Promotion
(100% Entgeltgruppe 13 TVöD)

oder

Post-Doc mit der Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung
(100% Entgeltgruppe 13 oder 14 TVöD)

zu besetzen.

Wir sind ein junges, dynamisches Team, das in den Bereichen Mensch-Computer-Interaktion und Rechnergestützte Gruppenarbeit forscht. Hier würden idealerweise auch Ihre Interessen und dann Arbeitsgebiete in Forschung und Lehre liegen – idealerweise im Kontext des Einsatzes verschiedener ubiquitärer Benutzungsschnittstellen – insbesondere großer interaktiver Wandbildschirme – für die Unterstützung von Gewahrsein im halb-öffentlichen und öffentlichen Raum.

Vom Bewerber erwarten wir eigenverantwortliches Arbeiten, Teamfähigkeit, kreatives und analytisches Denkvermögen und Interesse an wissenschaftlicher Arbeit in interdisziplinären Projekten. Ein überdurchschnittlich abgeschlossenes Diplom- oder Master-Studium in Informatik, Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik oder verwandten Disziplinen wird vorausgesetzt. Die Beschäftigung kann auf Wunsch auch in Teilzeit erfolgen und ist, wie im universitären Umfeld üblich, nur zeitlich befristet möglich. Die Bezahlung erfolgt wie üblich nach TVöD Entgeltgruppe 13 bzw. 14.

Die Universität der Bundeswehr München bietet ein Forschungsumfeld auf dem neuesten Stand der Technik, das deutschlandweit in verschiedenen Disziplinen führend ist. Eine Vielzahl von Sport- und Freizeitmöglichkeiten innerhalb der Campusanlage stellen eine hervorragende Work-Life-Balance sicher.

Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Wissenschaftlerinnen an und fordert deshalb ausdrücklich Frauen zur Bewerbung auf. Bewerberinnen und Bewerber mit Handicap werden bei gleicher Qualifikation besonders berücksichtigt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Fühlen Sie sich angesprochen? Dann schicken Sie Ihre Bewerbung – sehr gerne auch als Email – mit den üblichen Unterlagen, mindestens jedoch einem kurzen Motivationsschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf und relevanten Zeugnissen an:

Prof. Dr. Michael Koch (michael.koch@unibw.de)
Institut für Softwaretechnologie
Werner-Heisenberg-Weg 39
85579 Neubiberg

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Siehe auch unter http://www.kooperationssysteme.de/stellen/stellenangebot-wissenschaftlicher-mitarbeiterin/

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50 Jahre Informatik in München – im CommunityMirror

Die Münchner Informatik feiert im Jahr 2017 ihr 50-jähriges Jubiläum. Im Wintersemester 1967/1968 wurde an der heutigen Technischen Universität München erstmal der Studiengang „Informationsverarbeitung“ angeboten. Das Startsignal hierzu gab Prof. Friedrich Bauer mit seinem zweisemestrigen Vorlesungszyklus „Einführung in die Informationsverarbeitung“ für Diplom-Mathematiker des Mathematischen Instituts. Schon 1972 wurde, wieder unter Mitwirkung von Prof. Friedrich Bauer, die erste Fakultät für Informatik gegründet – an der heutigen Universität der Bundeswehr München.

Zur Feier dieses Jubiläums veranstaltet die Münchner Informatik im Jahr 2017 verschiedene Feierlichkeiten – siehe hierzu z.B. http://www.in.tum.de/forschung/50-jahre-informatik-muenchen/programm.html oder https://www.unibw.de/inf/aktuelles/50-jahre-informatik/50-jahre-informatik-home. An der Professur für Mensch-Computer-Interaktion ist für die Feierlichkeiten eine spezielle Version des CommunityMirrors entwickelt worden, welche den aktuellen Stand der Informatik in München interaktiv erforschbar macht – mit den aktuellen Professoren, Organisationseinheiten, Forschungsclustern und ausgewählten Projekten an den drei Universitäten.

Der „50JahreMirror“ wurde das erste mal auf der Festveranstaltung am 12.05.2017 an der TUM in Garching vorgestellt. Das nächste Mal ist er auf der Festveranstaltung am 18.07.2017 an der UniBwM in Neubiberg zu sehen. Nachfolgend zwei Screenshots des 50JahreMirrors.

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Tags: allgemein  


CFP Information Technologies for Enhanced Urban Participation of Seniors

From August 23rd to August 26th 2017 the IEEE/WIC/ACM International Conference on Web Intelligence (WI) takes place in Leipzig, Germany.

In the context of this conference we are (co)organizing a special session on „Information Technologies for Enhanced Urban Participation of Seniors“.

The rapid development of information technologies pushes forwards almost all facets of our lives. High number of various data with a different levels of complexity such as Big Data, Small Data and traces can be acquired and collected from multiple sources starting from small mobile devices and ending up to the internet. Sufficient analysis of this data could enormously contribute to the extraction of highly relevant personalized information. Thus bioparameters, locations, the usage of devices, the consumer behavior and the social live of each one individual can be analyzed, monitored and supported. This knowledge can be utilized in an outstanding manner to enhance the participation of seniors at the urban life and to impact decisively the creation of new solutions to the aging society problems.

One possibility to achieve such solutions is built on the human-technique-interaction with individual or connected in networks smart urban objects, which can have an additional web information interface. Another possibility to support seniors could be the development of devices and software, which improve the safety in the urban room and make their lives more independent in that way.

All this solutions require innovative concepts integrating knowledge from different disciplines e.g. Computer Science, Information Technology, Engineering, Social Science, Elderly Care and Health. Furthermore, new classes of smart devices reliably functioning outside in the urban space should be developed and organized in networks. Human-centered computing algorithms, systems and activities allowing an adaptation to the age-related personal characteristics and disabilities need to be elaborated. Finally, corresponding IT-infrastructures operating in the entire urban room should be established.

For the special session we invite contributions (regular or short papers) in the areas of Data Science, Human-Centric Computing, as well as Network Science related to solutions for seniors within urban regions/private homes. The deadline for submissions is May 1st 2017.

http://webintelligence2017.com/program/special-sessions/intense-2017/

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Tags: allgemein  


Beitrag auf dem GfA Frühjahrskongress

Mitte Februar war die Forschungsgruppe Kooperationssysteme auf dem 63. GfA Frühjahrskongress in Brugg in der Schweiz vertreten. Leitthema der Konferenz war die Digitalisierung der Arbeitswelt bzw. die „Soziotechnische Gestaltung des digitalen Wandels“.

Sebastian Behrendt stellte das Papier vor „Unterstützung der Erfolgsmessung von Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung mittels Datenanalysen sozialer Netzwerkumgebungen“.

Kerninhalt des Papieres ist eine Beschreibung welche Datenarten in einem Enterprise Social Network anfallen (Nutzungsdaten, Inhaltsdaten, Netzwerkdaten) und wie bzw. zu welchem Zweck man diese auswerten kann (z.B. nachverfolgen WO im Unternehmen WELCHE Themen WIE stark diskutiert werden). Hierbei handelt es sich um ein Zwischenergebnis aus dem aktuell laufenden Forschungsprojektes ChampNet, an welchem die Forschungsgruppe mitarbeitet.

In einem der vielen Workshops kam zudem ein interessanter Gedanke auf: Als eine der Herausforderungen im Rahmen der Digitalisierung wird das Konzept von OCI gesehen bzw. der Wandel von HCI zu OCI (Organization Computer Interaction). Gemeint ist damit die Gestaltung von Interaktionen zwischen sozialen Netzwerken (Organisationen, Unternehmen, Freunde, Familien etc.) und technischen Netzwerken (IoT, Social Software, Rechnernetze etc.), die jeweils eigendynamisch sind. Viel Raum für neue Forschungsfragen bietet also nicht nur die 1:1 Beziehung von Mensch und Computer sondern immer mehr auch die n:n Betrachtung.

Anregende Gespräche mit anderen Forschern vor allem zum Thema Erfolgsmessung von ESN machten die Konferenz zu einer runden Sache.

Kurzfassung des Papiers: Unternehmen setzen auf unterschiedliche Maßnahmen, um die Entwicklung von Kompetenzen oder die Vernetzung von Kompetenzträgern und Wissen zu fördern. Zunehmend kommen auch digital-unterstützte Maßnahmen zum Einsatz, wie sie z.B. sogenannte Enterprise Social Networks (ESN) ermöglichen. Durch die Nutzung „digitaler Spuren“ ergeben sich neue und ergänzende Möglichkeiten, um zu evaluieren, wie erfolgreich die Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung sind und wie sich Kompetenzen und Wissen vernetzen. Hierbei müssen die Interessen der Beschäftigten gewahrt werden. Auch fehlt es noch an etablierten Vorgehensweisen, geeigneten Kennzahlen und akzeptierten Erhebungsmöglichkeiten. Dieser Beitrag beschreibt ein Rahmenwerk bestehend aus Stärken und Schwächen unterschiedlicher digitaler Spuren und deren möglicher Nutzen für einen ergänzenden Blick auf die Kompetenzentwicklung.

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Tags: allgemein  


Promotion Sabine Schön

Der Tag der Verteidigung ist mit dem 15.12.2016 schon etwas her – inzwischen ist die Dissertation aber online verfügbar und wir möchten diesen Anlass nutzen um Frau Dr. Sabine Schön ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion mit dem Titel „Entwicklung und Evaluation eines Bedienkonzepts für Kollaborationssoftware zur gemeinsamen Bearbeitung von Artefakten in Innovationsworkshops“ zu gratulieren!

Die Dissertation ist online über die Bibliothek der Universität der Bundeswehr München veröffentlicht worden und im Institutional Repository der Universität unter
https://athene-forschung.unibw.de/node?id=115789 zu finden.


Abstract:

In der Angewandten Informatik beschäftigt sich der Bereich der Rechnergestützten Gruppenarbeit (CSCW) seit zwei Dekaden mit der elektronischen Unterstützung von Sitzungen. Im Gegensatz zu etablierten Videokonferenz- und Präsentationslösungen konnten sich Unterstützungssysteme zur gemeinsamen Bearbeitung von Artefakten in synchron-kolozierter Zusammenarbeit noch nicht in der Praxis durchsetzen. Basierend auf dieser Problemstellung widmet sich die Forschungsarbeit der Fragestellung, wie ein Unterstützungssystem zur gemeinsamen Bearbeitung von Artefakten aussehen muss, sodass bestehende Arbeitspraktiken unterstützt werden, keine Einsatzbarrieren auftreten und die Potentiale einer IT-Unterstützung ausgeschöpft werden. Als praxisorientierte Anwendungsszenarien dienen Innovationsworkshops, welche sich durch eine variierende Interaktionsintensität auszeichnen und in denen zahlreiche physische Hilfsmittel zur Visualisierung von Beiträgen (Artefakte, wie z. B. beschriebene Post-its) verwendet werden.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird ein konstruktionsorientiertes Forschungsvorgehen herangezogen. Nach der Untersuchung bestehender Ansätze für Unterstützungssysteme wird zum besseren Verständnis der Problemstellung zuerst die Ausgangssituation in Innovationsworkshops analysiert. Dabei werden Einsatzbarrieren und -potentiale bestehender Unterstützungslösungen sowie Arbeitspraktiken in Innovationsworkshops in einer Interviewstudie mit Moderatoren, welche über den Einsatz von Unterstützungssystemen im Rahmen ihrer Workshops entscheiden, erhoben. So lassen sich Moderatoren vom Einsatz solcher Unterstützungssysteme u. a. deshalb abhalten, weil sie befürchten, dass die Teilnehmer den Fokus auf die Inhalte des Workshops verlieren könnten. Aber auch die mangelnde Flexibilität der bestehenden Unterstützungssysteme hält sie vom Einsatz ab. Trotzdem würden sie gerne die Vorteile einer IT-Unterstützung, die u. a. in der Weiterverwendung der erarbeiteten Inhalte gesehen werden, nutzen. Basierend auf der Analyse der Ausgangssituation erfolgt die Ableitung von Anforderungen für ein Unterstützungssystem mit besonderem Fokus auf die Interaktion mit Artefakten und die Einbettung in die Praxissituation. Unter Verwendung einer repräsentativen Kollaborationssoftware wird ein Bedienkonzept für diese entworfen und prototypisch umgesetzt. Das neuentwickelte Bedienkonzept kombiniert eine mobile App mit der webbasierten Kollaborationssoftware. Es zeichnet sich vor allem durch die optimale Anpassung an die Workshopsituation aus, da es in Phasen mit einer hohen Interaktivität in den Hintergrund rückt, gleichwohl aber durch die nahtlose Überbrückung von analogen und digitalen Artefakten die Vorteile einer IT-Unterstützung nutzbar macht. Abschließend bringt der Einsatz und die Evaluation des Prototypen im Rahmen einer Innovationsworkshopreihe in der Praxis Aufschluss darüber, ob die identifizierten Arbeitspraktiken unterstützt werden, Einsatzbarrieren auftreten und Potentiale ausgeschöpft werden können. Das im Rahmen der Forschungsarbeit entwickelte Bedienkonzept konnte ausweislich der durchgeführten Evaluation in der Praxis bestehende Arbeitspraktiken unterstützen. Die getroffene Einsatzentscheidung des verantwortlichen Moderators weist darauf hin, dass keine Einsatzbarrieren aufgrund der Gestaltung des Bedienkonzepts auftreten. Weiterhin gibt die Evaluation des Bedienkonzepts Aufschluss darüber, dass Einsatzpotentiale im Rahmen der durchgeführten Workshopreihe ausgeschöpft werden konnten, wobei noch Optimierungspotentiale bestehen.

Ergebnisse der Arbeit sind die Analyse bestehender Arbeitspraktiken in Innovationsworkshops sowie identifizierte Einsatzbarrieren und Potentiale bestehender Unterstützungssysteme in deren Rahmen. Dadurch trägt die Forschungsarbeit zum tieferen Verständnis der Problemstellung eines mangelnden Praxiseinsatzes von Unterstützungssystemen bei. Durch die getroffenen Designentscheidungen für das entwickelte Bedienkonzept und deren Übersetzung in einen Prototypen wird ein neuartiger Lösungsansatz vorgeschlagen. Zudem zeigt dessen Evaluierung Möglichkeiten für die Adressierung der Arbeitspraktiken, Barrieren und Potentiale auf und liefert Erkenntnisse über die Praxistauglichkeit des neuentwickelten Bedienkonzepts.

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